Mit FlatOut erwartet alle Freunde von schnellen Autorennen in zweieinhalb Wochen ein ganz besonderer Titel. So verfügt das von Bugbear Entertainment entwickelte Rennspiel trotz seiner eindeutigen Arcade-Ausrichtung nämlich über ein äußerst leistungsfähiges Physiksystem und detailliertes Schadensmodell welches die Zweikämpfe und Kollisionen eindrucksvoll visualisiert.
Nicht nur aber die zu erwartende Rennaction verspricht jede Menge Abwechslung, sondern auch oder gerade die verschiedenen Minispiele. Vor allem der Ragdoll-Modus ist bei vielen Gamern seit einiger Zeit Gesprächsstoff Nummer eins, denn in der deutschen Version werden keine menschlichen Fahrern ähnelnde Stoffpuppen bei zu heftigen Unfällen aus dem Auto geschleudert werden sondern stattdessen Crashtestdummies.
Wie Bugbear Entertainment überhaupt auf die Idee kam das eigentliche Rennspielkonzept um die Ragdoll-Olympics zu erweitern, erklärte nun Ilari Lehtinen, 3D-Artist beim finnischen Entwicklungsstudio, in der vorletzten Ausgabe seines Entwicklertagebuchs gegenüber unseren englischsprachigen Kollegen vom Online-Magazin 'gamesradar'.
"In FlatOut rufen nur Feiglinge nach Sicherheitsgurten und diesem Gedanken folgend gilt das Gleiche natürlich auch für Schutzhelme", bringt Lehtinen das Konzept der (nicht nur) während der Minispiele im Vordergrund stehenden Ragdolls auf den Punkt. "Am besten ist es vielleicht, wenn ich erkläre wie wir überhaupt auf diese Idee gekommen sind. Dazu muss man sagen, dass wir das Schadenssystem bereits fertig gestellt hatten und uns plötzlich fragten ob man das nicht noch durch irgendetwas aufpeppen könnte um der Konkurrenz damit einen Schritt voraus zu sein. Wir setzten uns deshalb zusammen und gingen dabei die einzelnen Phasen eines Autounfalls durch. Während dieses Prozesses fanden wir dann in den Ragdoll-Figuren genau das wonach wir gesucht hatten."
Im Anschluss daran entwickelten die Programmierer von Bugbear dann die Ragdoll-Physik, was laut Lehtinen jedoch nicht schwierig war, und nachdem ein Künstler einen ersten Ragdoll-Entwurf präsentiert hatte ging man zum Testen über. "Als wir unseren Fahrer das erste Mal durch die Luft fliegen und auf den Boden aufschlagen sahen, und er sich dann noch weiter bewegte und dabei einen Zaun durchbrach, war uns bewusst, dass wir hier etwas ganz Besonderes hatten was nach entsprechender Aufmerksamkeit und Fürsorge verlangt", so Lehtinen stolz über jenen Moment als dem Team klar wurde, dass man ein tolles Feature hatte.
Nach etlichen weiteren Stunden, in denen man angestrengt darüber nachdachte wie man die Ragdolls noch besser ins Spiel integrieren kann, vielen Tests und jeder Menge Spaß, hatte man dann die Idee für die Ragdoll-Olympics. "Die Idee hinter diesen Minispielen", führt der 3D-Artist weiter aus, "besteht darin seinen Fahrer als, nun ja, als Sportgerät zu benutzen." Selbstverständlich nur im übertragenen Sinn, denn die die Entwickler haben sich einfach die Freiheit genommen ihre Ideen in übersteigerter Form umzusetzen, was sich in gigantischen Dartscheiben oder nicht weniger riesig ausgefallenen grinsenden Clows-Gesichter zeigt.
Laut Ilari Lehtinen hat man für die Minispiele von verschiedenen Seiten "überwältigende Rückmeldungen" erhalten, was für die Klasse der Idee spricht. SPEEDMANIACS.DE hatte bereits im August auf der Games Convention die Möglichkeit FlatOut selbst anzuspielen und kann an dieser Stelle aus eigener Erfahrung nur bestätigen, dass die durch die Luft fliegenden Ragdolls das Spiel tatsächlich aufwerten und dem Spielspaß sehr zuträglich sind.
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+ 19.10.2004 MK
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