IMGROLD288Gestern Abend erhielt das BAR-Team einen Anruf von Craig Pollock, dem Manager von Jacques Villeneuve. Dieser liess ausrichten, dass der Kanadier auf den Start in Suzuka verzichtet und den Vertrag vorzeitig auflösen möchte. Das Team erfüllte seinen Wunsch, so dass Takuma Sato bereits ein Rennen früher als Teamkollege von Jenson Button starten kann.
Craig Pollock erklärte: "Jacques Villeneuve ist sehr enttäuscht, dass er im nächsten Jahr nicht mehr für BAR an den Start gehen kann. Er ist der Meinung, dass es besser ist, wenn er das Rennen in Suzuka nicht fahre. Wir sind David Richards und dem Team dankbar, dass sie dem Wunsch von Jacques Villeneuve nachgekommen sind und seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst haben."
Takuma Sato zeigte sich überrascht, dass er nun doch noch in dieser Saison zum Einsatz kommt: "Ich habe nicht damit gerechnet, in Japan an den Start gehen zu können. Es ist unerklärlich, wie glücklich ich bin, mein Debüt bei BAR ausgerechnet bei meinem Heimrennen zu feiern. Ich hoffe, dass ich eine gute Arbeit abgeben werde."
Auch David Richards, der Teamchef von BAR-Honda, hatte mit dieser Entscheidung von Villeneuve nicht gerechnet: "Das Ende dieser Saison ist für uns sehr dramatisch. Wir haben nicht damit gerechnet, dass Jacques Villeneuve in Suzuka nicht starten möchte, aber man muss die Wünsche der Fahrer respektieren wenn sie der Meinung sind, sie können nicht in Bestform antreten. Natürlich wussten wir, dass Takuma Sato sehr gerne schon in Japan starten würde, aber es war nicht unsere Absicht, Villeneuve schon in dieser Saison zu ersetzen. Es ist für Sato sehr gut, auf einer Strecke sein Debüt für BAR zu geben, die er so gut kennt. Wir müssen jetzt alle Kräfte einsetzen, damit wir uns den 5. Platz in der Konstrukteurswertung wieder zurückholen können."
Wie es mit der Karriere von Jacques Villeneuve weiter geht ist weiterhin unklar. Der vorzeitige Wechsel von Juan-Pablo Montoya zu McLaren-Mercedes findet nun definitiv nicht statt, also wird Jacques Villeneuve nichts anderes übrig bleiben, als sich mit einem Platz bei Jordan, Jaguar oder Minardi zu begnügen oder der Formel 1 seinen Rücken zuzuwenden.
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+ 09.10.2003 Patrick Brülhart
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