Im November, nur ein Jahr nach dem Release von Most Wanted, schickt Electronic Arts mit Need for Speed Carbon alle Streetracer wieder auf den Asphalt. Zentrales Thema des elften NFS-Titels sind dabei die Herrschaft über die Stadt zu gewinnen und riskante Verfolgungsjagden in den Canyons. Auf dem Programm stehen Rundstrecken-, Canyon- und Drift-Rennen, die, wie schon in Underground und Underground 2, wieder bei Nacht stattfinden.
Laut Steve Anthony, Game Producer, den 'SPEEDMANIACS.DE' am Mittwoch traf, um das neue Need for Speed anzuspielen, ist Need for Speed Carbon "weder Underground 3 noch Most Wanted 2". Als konsequente Weiterentwicklung vereint das Spiel aber natürlich die besten Elemente aus den Vorgängern - Verfolgungsjagden mit der Polizei inklusive. Und was ist nun im direkten Vergleich neu oder zumindest anders?
Zum Beispiel das Autosculpt-Feature. Vorbei sind die Zeiten in denen man aus vordefinierten Bodykits auswählen musste. Dank Autosculpt kann jeder das Tuning seines Fahrzeugs selbst bestimmen. Ganz gleich ob tiefe Seitenschürzen oder ein richtig breiter Heckspoiler; wie stark die optische Verschönerung ausfällt, wird vom Spieler mittels eines Schiebereglers in verschiedenen Stufen und in Echtzeit selbst bestimmt.
Need for Speed Carbon setzt aber auch in einem anderen Bereich auf noch mehr Nähe zu der in der Tuning-Szene gelebten Fahrzeugbegeisterung. So wurden die drei Fahrzeugklassen - Import Tuner, Muscle Cars und Exoten - mit einem eigenen Fahrmodell ausgerüstet. In der von 'SPEEDMANIACS.DE' angespielten Demoversion standen ein Mitsubishi Lancer Evo IX, Chevrolet Camaro SS und Lamborghini Murciélago, die die für die jeweiligen Fahrzeugkategorien typischen Fahreigenschaften aufwiesen, zur Probefahrt bereit.
IMGL2404 Eine weitere Neuerung ist das Crew-Feature und die damit in das Renngeschehen Einzug haltende taktische Komponente. So können die Teammitglieder auf Anweisung den Konkurrenten durch Blocken den Weg versperren, verhelfen einem durch das aus dem Stockcar-Rennsport bekannte Schlepptau-Fahren zu mehr Tempo und erkunden streckenspezifische Details wie zum Beispiel Abkürzungen.
Auch abseits der Rennpisten wirkt sich die Zugehörigkeit der Teammitglieder zu einer der drei Gruppen - Fabricator, Mechanic und Fixer - auf das eigene Team und die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aus.
Bei unserem ersten Test hinterließ die Xbox 360-Version in Sachen Grafik erwartungsgemäß den besten Eindruck, gefolgt von der Xbox- und mit etwas mehr Abstand dahinter der PlayStation 2-Version. Das Geschwindigkeitsgefühl war bereits bei allen drei Fassungen gut, wird aber zusammen mit anderen Spielbereichen in den kommenden Wochen noch weiter optimiert.
Wie sich Need for Speed Carbon spielt, werden die Besucher der Games Convention in einem Monat voraussichtlich selbst herausfinden können. Wie im Vorjahr bei Most Wanted geschehen, wird Electronic Arts das neue Need for Speed in Leipzig der breiten Masse präsentieren. Spätestens dann wird sich zeigen, ob der elfte Teil den Geschmack der Need for Speed-Fans trifft.
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+ 21.07.2006 MK
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