IMGROLD270Das BMW-Williams-F1-Team hat in Monza beim 14. Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft die Führung in der Konstrukteurswertung verteidigt. Die Mannschaft liegt bei zwei noch ausstehenden WM-Läufen vier Zähler vor Ferrari. Juan Pablo Montoya kam in Italien als Zweiter hinter Titelverteidiger Michael Schumacher (Ferrari) ins Ziel. Montoya ist weiterhin Tabellenzweiter, er hat drei Punkte Rückstand auf Schumacher. Marc Gené, der für Ralf Schumacher eingesprungen war, belegte mit dem zweiten FW25 Rang fünf.
Juan Pablo Montoya (Foto) - Platz 2 - + 5,294 Sekunden:
"Nach einem guten Start habe ich in der ersten Schikane die erstbeste Möglichkeit genutzt, um Michael anzugreifen. Wir waren ziemlich gleichauf, aber dann konnte er besser beschleunigen. Das Manöver war von beiden sauber, denn keiner von uns kann sich einen Ausfall leisten. Mein zweiter Reifensatz war besonders gut, deshalb konnte ich aufholen und im letzten Renndrittel steckte ich dann aber im Verkehr fest und habe entschieden, nicht zu viel zu riskieren."
"Wir hatten damit gerechnet, dass Ferrari hier stark sein würde. Ich habe nur zwei Punkte auf Michael verloren und liege nun drei Punkte hinter ihm bei noch zwei ausstehenden Rennen. Damit lässt sich leben. Ferrari hatte einen höheren Topspeed als wir hier in Monza, wo man mit wenig Abtrieb fährt, anders als auf den beiden Strecken, die jetzt noch auf dem Programm stehen.
Marc Gené - Platz 5 - + 27,891 Sekunden:
"Das ist das beste Ergebnis meiner Formel-1-Karriere, und ich bin sehr glücklich darüber. Eigentlich ist das nicht überraschend, immerhin habe ich eines der besten Autos des Feldes übernommen. Beim Start hatte ich Probleme mit Jarno Trulli und habe drei Positionen verloren, doch sonst lief das Rennen sehr gut. Wenn man so eine Chance bekommt wie ich heute, dann muss man sie nutzen und darf auf keinen Fall Fehler. Ich denke, das Team ist zufrieden mit meiner Leistung und den Punkten, die ich beisteuern konnte. Ich glaube, je mehr ein Fahrer testet, desto besser wird er auch."
Gerhard Berger - BMW-Motorsportdirektor:
"Es war das erwartet harte Rennen mit dem besseren Ende für Ferrari. Es wird schwer für uns, die harte Nuss Ferrari zu knacken, aber ich erwarte einen spannenden Kampf bis zum Finale. Der eigentliche Sieger heute heißt für mich Marc Gené. Er hat seine Chance genutzt, einen tollen Job gemacht und das Maximale erreicht. Und was in dieser Phase wichtig ist: Wir haben beide Autos ins Ziel und in die Punkteränge gebracht."
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+ 14.09.2003 FH

