Am 26. Oktober veröffentlicht Sony Computer Entertainment Deutschland mit WRC: Rally Evolved das aktuelle Spiel zur Rallye-Saison 2005 mit offizieller Lizenz der World Rally Championship.
Neben den Strecken, Fahrern und Fahrzeugen der Saison 2005, könnt ihr darin auch erstmals historische Rennwagen wie den Audi Sport quattro S1, Lancia Delta S4, Ford RS 200, Lancia Rally 037, Peugeot 205 T16 und Renault 5 Maxi Turbo fahren.
Heißes Duell zwischen Rallye-Vergangenheit und -Zukunft
Die sechs historischen Fahrzeuge, die im Spiel exakt nachgebaut wurden und das Handling perfekt wiedergeben, sind in der FIA World Rally Championship des Jahres 1985 angetreten.
Diese Saison war das Highlight des berüchtigten "Gruppe B"-Wettbewerbs, der in den frühen 80er-Jahren veranstaltet wurde, bis die FIA diese Kategorie vom Renngeschehen ausschloss.
Jedes dieser Fahrzeuge verzeichnete während dieser Zeit Siege und Niederlagen und wurde von einigen der besten Fahrer dieses Jahrzehnts gefahren.
Alle Rennboliden haben ihre eigene Geschichte
Der Audi Sport Quattro ist eine wahre Rallye-Ikone und feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag im Motorsport. Der Audi war 1981 das erste Auto mit Allradantrieb in der World Rally Championship und gewann drei Meisterschaften in Folge. Darüber hinaus konnte Audi mit dem Sport Quattro zweimal die Konstrukteursmeisterschaft der World Championship gewinnen. Den Weltmeisterschaftstitel mit diesem Wagen gewannen Hannu Mikkola 1983 und Stig Blomqvist im Jahr 1984. [Im Jahr 1985 wurde ein weiterentwickeltes Modell mit den für diesen Wagen charakteristischen Kotflügeln eingeführt. Mit diesem konnte sich Blomqvist die Meisterschaft vor seinem Teamkollegen Walter Röhrl sichern.]
Der Lancia Rally 037 war als hartnäckiger Gegner bekannt und wurde speziell für den Rallye-Sport entwickelt. Die Entwicklung des 037 begann im Juli 1980. Der erste Prototyp wurde im Dezember des selben Jahres eingeführt. Das Hauptaugenmerk lag auf der Wettbewerbsfähigkeit des Wagens. Im ersten Rennen bei der Tour de Corse 1982 fuhr Markku Alen auf Platz neun. Bereits ein Jahr später (1983) gewann Lancia mit diesem Modell die Konstrukteursmeisterschaft und wurde im darauf folgenden Jahr Zweiter in dieser Wertung. Als Rennwagen mit Hinterradantrieb war der 037 zwar kein Gegner für die mit Allradantrieb ausgestattete Konkurrenz des Jahres 1985, gewann damals aber trotzdem die europäische Meisterschaft. Im Laufe des Jahres 1985 wurde der Lancia Rally 037 vom Lancia Delta S4 abgelöst.
Der Lancia Delta S4 bietet ein immenses Leistungspotenzial und trat in den Jahren 1985 und 1986 an. Beim S4 wurde das lockere Regelwerk in dieser Rennklasse maximal ausgereizt. So erhielt der Rennwagen einen 4-Zylinder-Motor mit 1759cc Hubraum, Kompressor und Turbolader. Offiziell hatte das Auto eine Leistung von 550 PS. Inoffiziellen Quellen zufolge konnte der S4 innerhalb von nur 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Im Jahr 1985 hat der S4 mit Henri Toivonen erstmalig einen Sieg bei der RAC Rallye eingefahren. Markku Alen wurde mit dem Wagen Zweiter in der Fahrerwertung des Jahres 1986.
Der Ford RS200 ist ein Klassiker der 80er Jahre und berühmt für seine rekordverdächtigen Geschwindigkeiten und lange Renntradition. Das Chassis wurde vom ehemaligen Formel 1-Konstrukteur Tony Southgate in Zusammenarbeit mit seinem einstigen Konstrukteurskollegen aus der Formel 1, John Wheeler, entwickelt. Der Motor des RS200 leistet 550 PS und hielt den Guinness Rekord für die schnellste Beschleunigung eines Serienwagens (von 0 auf 100 in 2,1 Sekunden). Dieser Bolide wurde im Jahr 1985 vorgestellt und erstmalig bei einem Rennen von Malcolm Wilson, dem heutigen Teamleiter der WRC-Aktivitäten von Ford, gefahren.
Der Peugeot 205 T16 ist ein echter Hingucker. Bei seiner Einführung im Jahr 1984 erschütterte der Wagen die gesamte Rennwelt, als er die Tour de Corse-Rallye an den ersten beiden Tagen dominierte. Ari Vatanen schied jedoch am darauf folgenden Tag durch einen Unfall aus. Es war beeindruckend, dem Peugeot 205 T16 bei Rennen zuzusehen. Den ersten Sieg holte der Wagen bei der 1000-Seen-Rallye in Finnland. Im Jahr 1985 erhielt der Wagen größere Kotflügel und dominierte weiterhin die Rennszene. Timo Salonen konnte im Peugeot 205 T16 im Jahr 1985 den Titel in der Fahrerwertung holen, ebenso wie Juha Kankunen im Jahr 1986. In beiden Jahren gewann Peugeot darüber hinaus die Konstrukteurswertung.
Der Peugeot 205 T16 wurde von einem leistungsfähigen Team konstruiert und faszinierte mit dem neuen Konzept von Peugeot die gesamte Rallye-Welt. Der 205 T16 basiert auf einer Rahmenkonstruktion mit Mittelmotor. Die Rallye-Aktivitäten von Peugeot wurden zu dieser Zeit von Jean Todt, dem heutigen Manager des Ferrari F1-Teams, geleitet.
Der Renault 5 Maxi Turbo ist ein wahrer Rennblitz und war als limitierte Auflage eine Weiterentwicklung des R5 Turbo mit Mittelmotor. Dem Maxi beim Rennen zuzusehen und zuzuhören war aufgrund des Knallens, Knatterns und Pfeifens des 1,5-Liter Mittelmotors mit 350 PS ein wahres Erlebnis. Der Maxi konnte mehr als 200 Siege weltweit einfahren – den berühmtesten unumstritten bei der Tour de Corse der World Rally Championship 1985 mit Jean Ragnotti am Steuer.
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+ 12.10.2005 MK

