Ende März ging so etwas wie ein Schock durch die Reihe der Rennspielefans, denn die Entwicklung von Spiel Racing Legends, dessen Konzept einzigartig ist, wurde eingestellt. Anstatt irgendein Rennspiel mit einer vorgegebenen Anzahl an zur Auswahl stehenden Autos, Strecken und Features zu entwickeln, gibt es bei Racing Legends keinerlei dieser Beschränkungen, denn das Spiel wird kein klassisches Einzelprodukt sein, sondern ein erweiterbares Racing-System.
Um die Herausforderung die man sich selbst stellte erfüllen zu können, verkauften die West-Brüder sogar ihr Haus. Nun, nach einigen Monaten meldet sich das private Entwicklerteam mit Neuigkeiten zurück.
"Die lange, erzwungene Pause ist vorüber und wir können nun zur Vollzeit-Entwicklung von Racing Legends zurückkehren. In der Unterbrechungsphase hat es in unserem Privat- als auch Geschäftsleben einige Veränderungen gegeben, welche uns und Racing Legends viel mehr Sicherheit bieten. Wir können uns von nun an frei von jeglichem Stress, den wir davor hatten, auf die Entwicklung konzentrieren", so Tony West auf der offiziellen Webseite zum Spiel.
"Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, um eine frühere Aussage zu wiederholen. Wir sind vermutlich die ersten Leute, die offen sagen, dass man Racing Legends als das sehen sollte was es im Moment ist: Worte, Bilder und ein Eindruck dessen was wir eines Tages hoffen fertig zu stellen."
"Worte bedeuten jedoch gar nichts und auch wenn einige Bilder sehr schön anzuschauen sind, so bedeuten auch sie letztendlich nichts. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Racing Legends in einer testfähigen Version vorliegen wird, sind es nur Worte und Bilder und eben nicht mehr. Es gibt natürlich einige Leute, die anzweifeln, dass wir halten können was wir versprechen, doch wir glauben fest, dass wir genau dazu in der Lage sind. In der Tat ist der Verkauf unseres Hauses ein Beweis dafür, denn er wird es uns ermöglichen die Entwicklung fortzusetzen."
Untätig war man aber in der Zwischenzeit nicht. So wurde am Cockpit des Lotus 49 weiter gearbeitet und beim Goodwood Festival of Speed wurden die alten Boliden genau angeschaut, um diese später im Spiel akkurat wiederzugeben. Auch am Motion blur-System hat es Verbesserungen gegeben. "In einem früheren Update habe ich erwähnt, dass wir ein progressives Bewegungseffektsystem in Racing Legends haben. Wir haben dieses System dahingehend verbessert, dass wir nicht nur Texturen sondern auch die Objekte selbst mit diesen Effekten versehen können. Die dreidimensionalen Felgen sehen jetzt beim Beschleunigen des Autos korrekt aus", so Tony West. Überzeugen kann sich jeder davon auf der Racing Legends-Webseite.
"Chris und Gegor sind darüber hinaus in anderen Bereichen vorangekommen. Gegror hat an der Chassisflexibilität gearbeitet, welche eine wichtige Sache ist und oftmals im Fahrzeughandling übersehen wird. Außerdem wurde das Hauptphysiksystem optimiert. Chris hat ein Beleuchtungssystem entwickelt, um realistischere Lichtverhältnisse und Echtzeitbeleuchtung zu ermöglichen, sodass die unterschiedlichen Tageszeiten und Wettereffekte besser dargestellt werden."
In den kommenden Wochen will das Entwicklerteam nun weiter am 312PB und Lotus 49B arbeiten.
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+ 08.08.2003 MK

