IMGROLD294Auf einer extra in London einberufener Sitzung haben sich die zehn Teams der Formel 1 auf weitere Regeländerungen für die Saison 2004 geeinigt.
Das Qualifyingformat wird im Vergleich zu dieser Saison leicht abgeändert. Das Einzelzeitfahren bleibt bestehen, allerdings werden beide Versuche am Samstag durchgeführt. Die Startreihenfolge im ersten Qualifying wird neu nach dem Ergebnis des letzten Rennens festgelegt, nicht mehr wie in dieser Saison nach dem WM-Stand. Fürs zweite Qualifying gilt weiterhin die Regel: Die Letzten werden die Ersten sein. Es ist noch nicht klar, ob die Zeiten aus beiden Qualifyings addiert werden oder ob wieder nur das letzte Zeitfahren für die Startaufstellung ausschlaggebend ist.
Auch der Freitag soll leicht abgeändert werden. So sollen laut dem neuen Reglement die 6 schwächsten Teams der Konstrukteurswertung - derzeit Sauber, BAR, Jaguar, Jordan, Toyota und Minardi - jeweils 3 Fahrer zum Testen losschicken dürfen, während die vier ersten Teams in der Konstrukteurswertung (momentan Ferrari, BMW-Williams, McLaren und Renault) nur mit zwei Fahrern unterwegs sein dürfen.
Die Parc Fermé-Regel wird weiterhin erhalten bleiben, also wird vom Samstag ab 15.30 Uhr (bis dahin dauert das Qualifying voraussichtlich) bis Sonntags um 13.30 Uhr kein F1-Auto auf der Strecke zu sehen sein. Dies ist vor allem für die Fans vor Ort eine grosse Enttäuschung.
Auch die Einmotorenregel, welche schon zu Saisonbeginn beschlossen wurde, wird beim Saisonauftakt 2004 eingeführt. Nun dürfen die Teams also während einem Rennwochenende keine Motoren mehr wechseln.
Ob die Regeln so wirklich durchgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Das letzte Wort hat der Weltmotorsportrat, welcher noch in diesem Monat über die neuen Regeln entscheiden wird.
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+ 04.10.2003 Patrick Brülhart

