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Nelson Piquet feiert Geburtstag

Der dreifache Weltmeister Nelson Piquet feiert heute seinen 51. Geburtstag.

204 Grand Prix´ gefahren, 23 davon gewonnen, dreimal Weltmeister, so lautet auf einen ganz kurzen Nenner gebracht, die Bilanz des Mannes aus Rio de Janeiro.

Als Nelson Piquet am 30. Juli 1978 zum erstenmal in seiner Laufbahn ein Formel-1-Rennen bestreitet – es ist übrigens der Grand Prix von Deutschland in Hockenheim – ahnt keiner, dass aus dem rund 26-jährigen jungen Mann einmal einer der ganz Großen dieses Sports werden würde. Er liefert ein recht unauffälliges Debütrennen in der Königsklasse des Motorsports ab, fährt fehlerlos, steht keinem der Stars im Weg herum, was bekanntlich mehr ist, als so mancher Anfänger von sich behaupten kann. Als in der 31. Runde der Ford-Motor, der seinen Ensign antreibt, den Geist aufgibt, liegt er an 12. und letzter Stelle im Rennen. Über den Rest des Jahres ist nicht viel zu erzählen, außer dass er zu einem Team wechselt welches mit gekauften McLaren-Chassis fährt und in Monza die erste Zielankunft feiert - er wird Achter.

Schon 1979 wird er zum bezahlten Fahrer, er wechselt in das Team von Brabham-Alfa, wo er nach dem plötzlichen Rücktritt in der zweiten Saisonhälfte von Superstar Niki Lauda auf einmal der Teamleader sein soll. Doch der so revolutionäre Bolide ist nicht ganz der Superwagen, als der er angepriesen wurde und so kann Nelsinho, wie ihn seine Fans nennen, nur einmal Punkte holen, als er in Zandvoort mit einer Rückstand Vierter wird.

Dann kommen die besten Jahre von Brabham-Ford – man hat also den Motor gewechselt – denn Piquet kann 1980 drei Rennen gewinnen (Long Beach, Zandvoort und Monza) und wird mit 54 Punkten Vizeweltmeister. Zwei Rennen vor dem Ende der Saison führt er sogar die Tabelle an, doch ein Doppel-Nuller von Piquet und zwei Siege von Alan Jones vereiteln den Titel.

1981 aber schafft er es endlich: Siege in Argentinien, Imola und Deutschland sowie ein für die damalige Zeit recht zuverlässiges Auto bringen ihm zwar weniger Punkte als im Vorjahr ein, doch reichen diese 50 Zähler für den Titel. Zweiter übrigens Carlos Reutemann mit 49 Zählern und Alan Jones wurde Dritter mit 46 Zählern. Bis heute hält sich das Gerücht, dass Williams seinen Piloten Carlos Reutemann nicht mit aller Kraft unterstützte, denn der Argentinier hatte es gewagt, sich in Brasilien einem Boxenbefehl zu widersetzen, der ihm befohlen hätte, Alan Jones vorbeizulassen.

Der Brabham-BMW von 1982 (wieder ein neuer Motor) war nicht ganz der Renner, den man sich erwartet hatte und Nelson konnte im ganzen Jahr nur einen einzigen Sieg holen und in 16 Läufen überhaupt nur viermal ins Ziel kommen. Endergebnis in der WM: Platz 11 mit 20 Punkten.

Auch 1983 gab es eine recht knappe WM-Entscheidung, denn Piquet holte sich seinen zweiten Titel mit 59 Punkten vor dem aufstrebenden Alain Prost der sich immerhin 57 Punkte sichern konnte. Pech für Prost, wie auch 1984 sollte er mehr Siege feiern wie der Champion, dennoch – wie gesagt - nur Vizeweltmeister werden.

1984 und ´85 gab es gegen die überlegenen McLaren-Porsche von Lauda und Prost nichts zu gewinnen. Natürlich gab es einzelne Erfolgserlebnisse. Aber im Endeffekt glich die WM den Jahren 2001 und 2002, als sich hauptsächlich die Ferraris die Pokale abholten.

1986 verabschiedete sich Nelson nach vollen sieben Jahren von Brabham und wechselte in das Team von Williams-Honda, wo er auf seinen allerbesten Freund Nigel Mansell traf. Die Geschichte der beiden Piloten ähnelt jener herzlichen Beziehung, die Alain Prost und Ayrton Senna zueinander hatten. Was Nelsinho recht hart traf, war der Umstand, dass er im ersten Jahr bei Williams knapp, aber doch hinter Mansell blieb. Mansell wurde Vizeweltmeister mit 72 Punkten, während er sich mit dem dritten WM-Endrang zufrieden geben musste – er holte 69 Punkte und immerhin stolze vier Siege.

1987 war er wohl am Höhepunkt seiner Laufbahn, Piquet gewann die Rennen in Deutschland, Ungarn und Italien. Er konnte – in einer Zeit, wo die Autos nicht annähernd so zuverlässig waren wie heutzutage – 11 Rennen in Folge durchkommen, 10 davon auf dem Podest. Im ganzen Jahr kam er 12 Mal ins Ziel, davon 11 Mal aufs Podest. Lohn der ganzen Mühe war der dritte Weltmeistertitel mit 73 Punkten. Gag am Rande: Im Zeitalter der Streichresultate wurde das einzige Nicht-Podiums-Finish gestrichen, da nur die 11 besten Ergebnisse gewertet wurden.

1988 und ´89 schien die Karriere des Nelson Piquet plötzlich abzuknicken, denn er konnte in diesen beiden Jahren keinen einzigen Sieg herausfahren, doch man muss wohl fair bleiben und anmerken, dass er einen finanziell tollen, sportlich eher weniger klugen Teamwechsel vollzogen hatte, er war zu Lotus-Honda gegangen. Drei dritte Plätze in zwei Jahren, das schien dem erfolgsverwöhnten Brasilianer die Nerven zu rauben. Alles dachte, dass Piquet den Rücktritt vom Formel-1-Sport verkünden würde, als er zu einer Pressekonferenz einlud. Grosse Überraschung, nix davon zu bemerken, er wollte es nochmals wissen und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei Benetton-Ford.

1990 konnte er tatsächlich die Formel 1b gewinnen, denn er wurde WM-Dritter mit 43 Punkten und zwei Siegen. Formel 1b übrigens deshalb, weil wieder einmal die McLaren-Honda von Senna und Prost die Rennen nach Belieben beherrschten.

Sein letztes Formel-1-Jahr sollte die Saison 1991 werden und auch hier zeigte sich, dass der Altmeister noch immer sein Handwerk verstand. Seinen 23. und letzten Sieg in der Formel 1 feierte er unter tatkräftiger Mithilfe von Nigel Mansell in Kanada. Mansell war nämlich haushoch in Führung gelegen und hatte bereits in der Haarnadel-Kurve in der letzten Runde den Fans zugewinkt. Dabei war die Drehzahl des Williams-Renault so tief abgesunken, dass der Motor abstarb und der verdutzte Piquet rund 40 Sekunden später am deprimierten Briten vorbeikam. Seinen letzten Grand Prix fuhr Piquet am 3. November 1991 in Australien. Dieser – bis heute als kürzester Grand Prix aller Zeiten geltende – Lauf wurde nach 14 Runden abgebrochen, Nelson erhielt daher für seinen vierten Platz genau 1,5 Punkte und zog sich nach diesem Rennen in den Formel-1-Ruhestand zurück.

Nelson Sotomayor – wie er in Wirklichkeit heißt – fuhr wie anfangs erwähnt 204 Rennen (Vierter in der ewigen Statistik), gewann davon 23 (Platz 9), stand 24 Mal auf der Pole-Position (Platz 8) und fuhr 23 schnellste Runden (Platz 7).

Zum Schluss die letzte Statistik für den 3-fach-Champion: Die meisten seiner 23 Siege feierte er in Monza (1980. ´83, ´86 und ´87) je dreimal siegte er in Deutschland (1981, ´86 und ´87) sowie in Kanada (1982, ´84 und 1991).

Von Nelson Piquet stammt übrigens jenes legendäre Zitat: "In Monte Carlo Formel-1-Fahren ist wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer."

Er wird es wohl wissen, er verbringt einen schönen Teil seiner Zeit auf seiner Jacht mit eigenem Hubschrauberlandeplatz...





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