Der neueste Teil der erfolgreichen NFS-Reihe setzt in punkto Features vor allem auf die Stärken die das Spiel schon in der Vergangenheit so interessant gemacht haben. So sind auch in Need for Speed Hot Pursuit 2 sämtliche zur Verfügung stehenden Autos äußerst schön gestaltet. Die Strecken sind im Vergleich zum Vorgänger deutlich länger geworden, was für größere Herausforderungen und längeren Spielspaß sorgt.
Fehlte in Need for Speed Porsche der fast schon legendäre Hot Pursuit-Modus, so feiert dieser im sechsten Teil ein Come-back und steht sowohl im Einzelspieler- als auch im Mehrspieler-Modus zur Verfügung.
Die verschiedenen Spiel-Modi darf man ohne Zweifel als eine Stärke des Spiels bezeichnen, begründet sich auf ihnen doch das Spielprinzip, welches darin besteht sich in heißen Verfolgungsjagden, wahlweise mit oder ohne Cops, durchzusetzen und möglichst als Erster die Ziellinie zu überqueren.
Verglichen mit dem Vorgänger fällt auf, dass der Hot Pursuit-Modus deutlich ausgebaut wurde und sich mittlerweile in 33 Events, die je nach Leistung nach und nach freigeschaltet werden, wobei der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich ansteigt, unterteilt. In diesem Modus ist natürlich wie auch in den vorherigen Ausgaben - wo ernthalten war - die Polizei mit von der Partie. Hat man erst einmal gegen das Tempolimit verstoßen, treten die Cops in Aktion und versuchen mit Ramm-Manövern, Reifenkrallen und Unterstützung aus der Luft den Spieler und seine Konkurrenten zu stellen.
Die Ziele schwanken von Rennen gewinnen bis komme in einer bestimmten Zeit ins Ziel. Es gibt selbstverständlich auch wieder einen Meisterschafts-Modus, welcher sich im Grunde vom Hot Pursuit-Modus nur in der fehlenden Polizei unterscheidet. Der Meisterschafts-Modus ist in ebenfalls 33 Events unterteilt, wovon manche sogar kleinere Turniere bilden, die es zu gewinnen gilt um Punkte auf sein Konto gut geschrieben zu bekommen und weitere Events freizuschalten.
Im Herausforderungs-Modus kann man NFS-typische Sachen erledigen. So ist es möglich selbst Turniere zu konfigurieren oder aber auch mal Polizei zu spielen und quasi die Rollen des Hot Pursuit-Modus zu tauschen. Zu guter letzt enthält NFS Hot Pursuit 2 den mittlerweile in fast jedem Rennspiel vorhandenen Modus Schnelles Rennen.
Bei NFS Hot Pursuit 2 hat dieser Modus seinen Namen auch wirklich verdient, denn nach Auswahl dieses Modus sitzt man schon im Auto. Strecke und Auto werden nach dem Zufallsprinzip automatisch ausgewählt. Die verschiedenen Spiel-Modi genauer betrachtet, kann man insgesamt sagen, dass die Spiel-Optionen sehr gut ausgewählt wurden und alles beinhalten was das Racer-Herz begehrt.
Komplett neu ist das Punktesystem. Dieses unterscheidet sich wirklich von fast allen anderen, derzeit erhältlichen Rennspielen. Das Besondere: Man kann Punkte für das eigene Spielerkonto in allen Spiel-Modi (egal ob Hot Pursuit oder Einzelrennen) erfahren. Die so gesammelten Punkte kann man anschließend zum Freischalten neuer Autos und Strecken eintauschen.
Im Bereich Autos gibt es nun endlich wieder die gewohnte Vielfalt die im fünften Teil fehlte, da passend zum Titel nur Autos der Marke Porsche verwendbar waren.
Ob McLaren F1, Ferrari F50 oder BMW M5, NFS-Fans werden viele alte Bekannte wieder sehen. Insgesamt sind 23 Autos im Spiel vorhanden. Vertreten sind die Marken Aston Martin, Lamborghini, BMW, Lotus, Chevrolet, McLaren, Dodge, Mercedes Benz, Ferrari, Opel, Ford, Porsche, HSV, Vauxhall und schließlich Jaguar.
Bei den zur Auswahl stehenden Strecken haben die Entwickler mehr Wert auf Qualität als Quantität gelegt. So enthält NFS Hot Pursuit 2 auch "nur" 12 Strecken aus insgesamt 4 Spielwelten. Jede Spielwelt besitzt also 3 Strecken, welche sich in Streckenbelag und Atmosphäre leider nicht besonders voneinander unterscheiden. Größter Unterschied zwischen den einzelnen Kursen: Manche sind bis zu 20 Kilometer lang, was recht hohe Rundenzeiten zu Folge hat, andererseits die kleine Gesammtstreckenanzahl jedoch auch erträglich macht.
Wett gemacht wird der Mangel an Strecken durch die Möglichkeit jeden Kurs auch rückwärts, spiegelverkehrt oder rückwärts und spiegelverkehrt fahren zu können. So sind theoretisch insgesamt 48 Strecken vorhanden. Die Fahrphysik ist einmal wieder in Richtung Arcade getrimmt, was bei dieser Reihe ja aber schon fast selbstverständlich ist. Schade ist, dass das Schadensmodell sich nur optisch auswirkt, die Fahrbarkeit der Autos aber überhaupt nicht verändert.
Die Grafikengine wurde komplett erneuert. Auf etwas schnelleren Computern kann man so fotorealistische Bilder erzeugen. Ab einen 450 MHz Prozessor, einer 16 MB Grafikkarte und 128 MB Ram, kann man das Spiel im niedrigsten Detailgrad spielen. Um allerdings ordentlich auf höherem Detailgrad spielen zu können, sollte man schon einen Prozessor jenseits der 1 Ghz-Marke, 256 MB Ram und eine Grafikkarte mit 64 MB Ram besitzen.
Erstmalig ist das Spiel übrigens neben der PC-Version auch für die bekanntesten Konsolen (Gamecube, Playstation 2 und Microsoft X-Box) erschienen.
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+ 06.01.2003 MK

