Hochspannung: Vier Läufe zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 stehen noch aus, und das BMW-WilliamsF1-Team hat Chancen im engen Kampf um die Titel in der Konstrukteurs- und der Fahrer-WM. Beim Großen Preis von Ungarn am 24. August 2003 zählt daher jeder Punkt.
Das BMW-WilliamsF1-Team und die Piloten Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher haben auf dem Hungaroring vergleichbaren Rennstrecken in dieser Saison bereits starke Leistungen gezeigt. Die Schwierigkeit, auf der engen Rennstrecke bei Budapest zu überholen und normalerweise hochsommerliche Temperaturen werden die heiße Phase der Weltmeisterschaft einläuten.
Juan-Pablo Montoya, WM-Zweiter, 6 Punkte hinter Michael Schumacher:
"Ich war immer gern in der Stadt Budapest. Der Hungaroring zählt zwar nicht zu meinen Favoriten, aber die Umbauten sollten ihn verbessert haben, doch das muss ich mir erst einmal vor Ort anschauen. Ich rechne dort wieder mit Hitze, und das ist positiv für uns, denn unsere Michelin-Reifen arbeiten sehr gut bei hohen Temperaturen, und mir macht die Hitze nichts aus. Ich habe in den zurückliegenden Monaten und auch in der vergangenen Woche in Miami hart trainiert. Ich fühle mich fit und unter allen Bedingungen startklar."
"In der Vergangenheit haben wir in Budapest nicht sehr gut abgeschnitten, aber unser Auto ist viel besser geworden, wir sollten dort in diesem Jahr um den Sieg mitkämpfen und ich weiß, dass das Team und unsere Partner ebenso hoch motiviert sind wie ich. Über den Ausgang der WM mag ich noch nicht reden, Titel gewinnt man, indem man sich voll und ganz auf das jeweils nächste Rennen konzentriert, und das tue ich."
Ralf Schumacher, WM-Vierter, 18 Punkte hinter Michael Schumacher:
"Was meine Erwartungen für das Rennen in Ungarn betrifft, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel sagen, da die Verhandlung des Protests gegen meine Strafe nach dem Start-Unfall in Hockenheim noch aussteht. Ein Rückversetzen in der Startaufstellung würde die Lage natürlich um einiges erschweren, da der Kurs in Ungarn dafür bekannt ist, dass Überholen nur sehr schwer möglich ist."
"Doch nichts ist unmöglich, schließlich gibt es ein paar Änderungen am Hungaroring. Noch in Hockenheim habe ich mir Pläne der neuen Strecke besorgt, so ist zum Beispiel die Start-Ziel-Gerade um etwa 250 Meter verlängert worden, was die Aufgabe des Überholens vielleicht ein wenig vereinfacht. Prinzipiell freue ich mich auf das Ungarn-Wochenende, weil ich an das Vorjahr sehr gute Erinnerungen habe. Wir hatten das Auto gut abgestimmt, und am Ende ist mir Platz drei gelungen, wobei ich wahrscheinlich das beste Rennen der Saison gefahren bin."
"Diesmal, mit dem kürzeren Radstand, sollte unser Auto noch besser zur Strecke passen. Außerdem sollten wir bei den heißen Temperaturen, die meistens zu diesem Zeitpunkt in Ungarn herrschen, durch unsere Michelin-Reifen einen Vorteil haben."
Sam Michael, WilliamsF1, Chefingenieur:
"Nachdem wir in Hockenheim derart überlegen unseren vierten Saisonsieg erzielt haben, fahren wir natürlich zuversichtlich nach Budapest. Leistungsfähigkeit ist das eine Ziel, das andere ist die Fortsetzung unserer Zuverlässigkeit. Wir sind das einzige Team, das 2003 bisher in jedem GP gepunktet hat."
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+ 16.08.2003 FH

