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Fernando Alonso siegt in Ungarn

Der Spanier Alonso siegt in Schumacher-Manier beim Hitzerennen am Hungaro-Ring.

IMGROLD251Drei Podestplätze: So lautete die Vorgabe vom Renault-Vorstand für die Saison 2003, von Siegen hatte niemand gesprochen. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass man in Frankreich allzu traurig ist, dass man sich nicht an die Vorgaben seitens der Zentrale gehalten hat.

Großer Gewinner heute eindeutig das Team von Renault-Direktor Patrick Faure und Teamchef Flavio Briatore. Der junge Spanier Fernando Alonso fuhr heute – ausgenommen zwei Runden nach seinem ersten Boxenstopp – praktisch einen Start-Ziel-Sieg heraus, er hatte während der gesamten Renndauer keinen einzigen ernsthaften Gegner, keinen einzigen bangen Moment zu überstehen. Schon vom Start weg lag Fernando in Front und konnte den Australier Mark Webber, der lange auf Rang zwei lag, pro Runde um mindestens eine Sekunde distanzieren. Kurz gesagt, der junge Mann aus Oviedo ist aus dem Holz, aus dem Champions sind. Aber auch sein Teamkollege Jarno Trulli hielt sich gut, er konnte immerhin den fünffachen Weltmeister Michael Schumacher hinter sich lassen und den siebten Platz heimbringen.

Platz zwei holte sich der Iceman Kimi Raikkönen, der zwar einerseits keine Chance hatte, mit Alonso mitzuhalten, andererseits aber – nachdem er Webber überholt hatte – immer genug Reserven nach hinten hatte. Raikkönen darf wohl neben Alonso als der große Gewinner des heutigen Tages angesehen werden, denn er konnte sich in der Fahrerweltmeisterschaft wieder ins Rennen um den Titel bringen. Teamkollege David DC Coulthard wagte als einziger der Spitzenfahrer heute eine Zwei-Stopp-Strategie und konnte ebenfalls Punkte holen. Dennoch ist der fünfte Platz ein weiterer Beweis, dass der Schotte zwar schnell ist, aber nicht jene Extraklasse hat, die Champions auszeichnet. Kurz und gut, ein braves Rennen von Coulthard – nicht mehr und nicht weniger.

Dritter Mann auf dem Podest der Kolumbianer Juan-Pablo Montoya, der kurz vor dem Ende eine ziemliche Schrecksekunde zu überstehen hatte, als er sich in einer Rechtskurve in den Staub der Strecke geriet und sich drehte. Glück für Juan-Pablo, dass er weit genug vor seinem Teamkollegen Ralf Schumacher lag und dadurch seine Position behaupten konnte. Montoya drehte übrigens heute in 1:22,095 Minuten die schnellste Runde des Rennens, eine Zeit die unter jener seine Qualifying-Runde blieb. Teamkollege Ralf Schumacher wollte es offenbar heute spannend machen, denn der Kerpener verhaute den Start total und leistete sich noch dazu in der ersten Kurve einen Dreher und musste das Feld von hinten aufrollen. Einige tolle Überholmanöver, dazu jenes gegen seinen Bruder Michael, Ralf hat heute eine – fast – tadellose Leistung gezeigt, Rang vier ist mehr als verdient.

Eine weitere Kostprobe seines Talents lieferte heute Jaguar-Cosworth-Pilot Mark Webber. Webber, der von einem sensationellen dritten Rang gestartet war, hielt sich lange auf dem zweiten Platz, fiel aber nach dem ersten Boxenstopp doch langsam, aber sicher immer weiter zurück. Dennoch holte er sich am Ende den fünften Platz und darf stolz von sich behaupten, Michael Schumacher besiegt zu haben. Außerdem hat sich Webber wieder in der Formel 1b – also jene Fahrer, die in keinem der vier großen Teams zuhause sind – in Führung gesetzt, er hat nunmehr 15 Zähler auf dem Konto. Sein Teamkollege Justin Wilson, fuhr heute unauffällig und fiel nach der Habzeit des Rennens einem kapitalen Motorschaden zum Opfer.

Erst auf Platz Acht finden wir mit Michael Schumacher den ersten und einzigen Ferrari-Piloten. Während man sich im Vorjahr mit der Konkurrenz noch gespielt hatte, musste man heute die Höchststrafe zur Kenntnis nehmen. In der 62. Runde musste Michael Schumacher sich vom späteren Sieger Fernando Alonso überrunden lassen. Erschreckend der Umstand, dass Schumi heute in keiner Phase so wirkte, als ob er im WM-Endkampf noch zusetzen könnte. Teamkollege Rubens Barrichello hatte heute einen bangen Moment zu überstehen. Kurz vor der Bremszone zur ersten Kurve brach beim Boliden des Brasilianers der linke Hinterreifen einfach weg. Gottseidank, Barrichello konnte das Tempo noch entscheidend vermindern und unverletzt aus dem ziemlich lädierten Boliden steigen. Seine WM-Chancen dürften seit heute endgültig Geschichte sein.

Wieder keine Punkte gab es heute für Sauber-Petronas, Nick Heidfeld brachte sein Auto auf Platz neun ins Ziel, hatte aber in Wirklichkeit niemals Chancen Punkte zu holen. Sein Teamkollege Heinz-Harald Frentzen sah die Zielflagge überhaupt nicht, sein Rennen endete nach 47 farblosen Runden.

Aber auch B.A.R.-Honda wird sich an das heutige Rennen nicht sehr gerne erinnern. Jenson Button musste sich mit Rang 10 begnügen, er hatte mehr mit seinem miserabel liegenden Auto als mit den Gegnern zu kämpfen. Jacques Villeneuve – seines Zeichens immerhin Weltmeister 1997 – fiel heute als Erster aus. In Runde 14 streikte sein Bolide wieder einmal, wie schon oft dieses Jahr.

Eine wirklich gute Fahrt lieferte heute Cristiano da Matta ab. Beim Start war der Motor seines Toyota abgestorben, der Brasilianer wurde an die Boxen geschoben und konnte den Grand Prix erst mit einer ganzen Runde Verspätung aufnehmen. Da Matta fuhr unauffällig, fehlerlos und schnell und wurde am Ende noch als 11. gewertet. Ohne dieses Problem wäre heute durchaus Platz Sieben bis Neun möglich gewesen. Teamkollege Olivier Panis hatte dagegen am Start keine Probleme, sondern erlitt diese erst bei seinem Boxenstopp, als der Toyota abstarb. Ende einer Dienstfahrt nach 43 Runden.

Beide Autos ins Ziel brachte die Mannschaft von Paul Stoddart. Jos Verstappen als 12. und Nicolas Kiesa als 13. holten wohl alles was möglich war aus ihren Autos heraus. Fehlerlose Rennen in deutlich unterlegenen Autos, das ist wohl alles, was man von den beiden Piloten verlangen darf.

Wieder einmal das Schlusslicht bilden die Boliden von Eddie Jordan, denn wieder einmal sah keines seiner gelben Autos das Ziel. Motorschaden für Fisichella in Runde 30, Motorschaden für Baumgartner in Runde 36, das sagt wohl alles. Fisichella dürfte wohl sehnlichst auf seinen Dienstantritt bei Sauber-Petronas warten und Baumgartner dürfte ziemlich stolz auf sein fehlerloses Grand-Prix-Debüt sein. Wie immer, so kann man auch im Fall Fisichella und Jordan die Statistik bemühen, um die traurige Wahrheit zu bemänteln: Fisichella hat heuer alle Rennen, die er beendet hat, auch gewonnen. Genauer gesagt, sind das 12 Ausfälle in 13 Rennen...

Zum Abschluss noch einige interessante Zahlen:

Erster Sieg für einen spanischen Piloten
Erster Sieg für einen reinrassigen Renault seit 20 Jahren (Alain Prost in Österreich am 14.8.1983)
Jüngster Sieger aller Zeiten (bisher Bruce McLaren 1959 in Sebring)
Acht verschiedene Sieger in einem Jahr (erstmals seit 1985)
Drei neue Sieger in einem Jahr (erstmals seit 1995)
Fünf verschiedene Siegermarken in einem Jahr (erstmals seit 1985)

Der Autor hatte vor zwei Jahren die Möglichkeit, mit dem damaligen Minardi-Piloten Fernando Alonso ein Interview zu führen, eine der Fragen damals:

"Wenn du das gleichwertiges Material wie z. B. Schumacher hättest, könntest du ihn dann besiegen?"

Antwort: "Ja, ich denke, das könnte ich."

Dem ist nichts hinzuzufügen.





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