Voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal dieses Jahres soll das zweite Rennspiel des finnischen Entwicklerstudios Bugbear Entertainment erscheinen. Nach dem Erfolg von Rally Trophy, und auf Grund der zahlreichen, sich wie ein Ei dem anderen gleichenden Rennspiele, entschloss man sich dazu einen Titel zu entwickeln der im Gegensatz zu allen anderen Vertretern diese Genres neu, innovativ und von einer hohen Qualität ist und so für viele Stunden Spielspaß sorgen soll.
Die Entwickler haben sich mit der Zielsetzung, ein Spiel zu erschaffen welches den Aspekt des auf der Rennstrecke miteinander Konkurrierens mit einer interessanten Spielhandlung verknüpft und gleichzeitig das etwas angestaubte Genre wiederbelebt, einiges vorgenommen. Aus diesem Grund werden bis zur Veröffentlichung auch noch einige Monate vergehen, in denen sie beispielsweise einzelne Bereiche immer und immer wieder zu Gunsten des Spielspaßes verbessern werden.
Auf was für ein Spiel sich die Community letztendlich im Spätsommer beziehungsweise Herbst freuen darf, worauf sich Bugbear Entertainment derzeit und ganz speziell konzentriert, und ob es große Unterschiede zwischen den Versionen für den PC und die Konsolen geben wird, sowie vieles weitere mehr, verriet Janne Alanenpää, Geschäftsführer des im März 2000 gegründeten Entwicklerstudios, vor kurzem gegenüber 'GameSpy'.
Verrate uns doch bitte etwas über den Dritte Person-Modus. Was für Sachen kann der Spieler machen, während er sich in diesem "Adventure"-Modus befindet?
Janne Alanenpää: "Nun, es einen 'Adventure'-Modus zu nennen ist vielleicht etwas übertrieben. Dieser Modus wurde geschaffen, um die Handlung des Spiels für den Spieler so real wie möglich zu machen. Eine Story soll ja dafür sorgen, dass das Spiel Tiefe bekommt und ohne einen Charakter, mit dem der Spieler umherlaufen und mit der Umwelt interagieren kann, wäre das nicht möglich. Der Spieler wird mit anderen Charakteren interagieren können und 'Missionen' ausführen die alle der Handlung mehr oder weniger dienlich sind. Zum Beispiel wird man in seinem Haus, seiner Garage oder den Werkstätten auch herumwühlen können."
Okay, erkläre uns doch einfach was Flat-Out dem Spieler bietet?
Janne Alanenpää: "Flat-Out ist das erste Rennspiel welches eine realistische und interaktive Umgebung beinhalten wird die man gut und gerne als "next generation" bezeichnen kann. Das Spiel besitzt eine Handlung die gegenüber dem Spieler einen Grund für das Rennfahren gibt. Von der Grafik her betrachtet, spielt Flat-Out in einer eigenen Klasse, denn die Grafikengine rendert unglaublich viele Polygone und Texturen und beinhaltet alle von der Hardware unterstützen Effekte. Die Sounds werden ebenfalls beeindruckend. Während wir an der Grafik und am Sound noch feilen und diese verbessern, vergessen wir aber auch das Rennfahren an sich nicht. Die Autos werden sich wie Autos anfühlen und verhalten und sind keine Objekte die sich auf irgendeiner imaginären Achse bewegen."
Ihr habt darauf Wert gelegt, dass der Spieler mit alten, ramponierten Autos beginnt. Daraus ergibt sich, dass es wichtig ist Rennen zu gewinnen und neue Teile zu kaufen. Wie seid Ihr auf dieses Konzept gekommen und welche Vorteile seht Ihr darin?
Janne Alanenpää: "Ganz ehrlich? Nun, wir hatten die Nase von den derzeit in allen Rennspielen enthaltenen hübsch anzuschauende Autos ziemlich voll."
Ihr habt darauf Wert gelegt, dass der Spieler mit alten, ramponierten Autos beginnt. Daraus ergibt sich, dass es wichtig ist Rennen zu gewinnen und neue Teile zu kaufen. Wie seid Ihr auf dieses Konzept gekommen und welche Vorteile seht Ihr darin?
Janne Alanenpää: "Alte und schon etwas mitgenommene Autos strahlen so etwas wie eine eigene Seele und Persönlichkeit aus. Aber auch wenn die Autos wie alte Schuhe aussehen mögen, so sind es am Ende Rennautos die bei atemberaubenden Tempo schon mal querstehen."
Wie verhält es sich mit dem verwendeten Schadens- und Fahrzeugmodell? Würdet Ihr das eher als realistisch oder eher Arkade oder sogar als beides beschreiben?
Janne Alanenpää: "Das Schadensmodell ist realistisch, mit der Ausnahme, dass die Autos mehr Rempler aushalten als in der Realität wo einige Teile ziemlich schnell abfallen. In Flat-Out verbiegen sich die Teile und fallen dann ab, doch sie verschwinden nicht automatisch sobald sie auf dem Boden gelandet sind. Sie bleiben genau dort liegen und können die anderen Fahrer beim Darüberfahren in ziemliche Schwierigkeiten bringen. Und die Autos bei denen man den Motor und die Innenaustattung bereits sehen kann, bieten ein wirklich lustigen Anblick. Was die Fahrphysik angeht, so ist diese überzeugend, jedoch sind die Autos leichter zu fahren als im normalen Leben. Die Fahrphysik von Rally Trophy ist ziemlich überarbeitet worden und nun viel schneller, akkurater und grundsätzlich in jeder denkbaren Art und Weise besser. Dadurch verhalten sich die Autos im Spiel ziemlich realistisch, doch der Spieler behält gleichzeitig die Kontrolle über das Auto. Das Ergebnis ist ein sehr realistisches Fahrverhalten und die gleichzeitige Möglichkeit beispielsweise lang gezogene Drifts in den Kurven durchzuführen. Es ist aber auch ziemlich einfach mit einem gegnerischen Auto aneinander zu geraten oder sein Auto um einen Baum zu wickeln. Im Endeffekt ist es ein vorsichtiger Versuch den Frust, der sich bei der Benutzung einer akkuraten Fahrphysik beim Spielen per Tastatur oder Gamepad automatisch ergibt, zu verhindern. Und es funktioniert hervorragend."
Wird es grundlegende Unterschiede zwischen der Version für die Konsolen und der für den PC geben und wie schaut es mit der Unterstützung von Xbox Live und der Möglichkeit auf den anderen Plattformen online gegeneinander zu spielen aus?
Janne Alanenpää: "Auf dem PC werden die Grafiken natürlich besser aussehen als wenn das Spiel auf einer Konsole und vor einem Fernseher gespielt wird, aber ansonsten wird es zwischen den einzelnen Plattformen nicht wirklich Unterschiede geben. In der Xbox-Version werden die Spieler die Möglichkeit haben in Multiplayer-Rennen den anderen zu verspotten oder zu verfluchen. Wir haben wirklich eine Vielzahl an Live-Goodies geplant. Was die anderen Plattformen angeht, so hängt das Multiplayer-Vergnügen dort von den technischen Möglichkeiten ab. Wir werden aber versuchen, jeden glücklich zu machen."
Erkläre uns bitte zum Abschluss, welche verschiedenen Spielmodi ihr für das Single- und Multiplayer-Vergnügen vorgesehen habt und auf welche Dinge der Spieler dort jeweils Einfluss nehmen können wird?
Janne Alanenpää: "Es wird einige Spielmodi geben; reguläre Rennmodi und Wettbewerbe wie zum Beispiel "last man standing", wo derjenige gewinnt der sich als Letzter noch auf der Strecke befindet und fährt. Außerdem haben wir noch viele andere Dinge geplant, doch wir können jetzt nicht schon alles verraten. Was die Möglichkeiten oder Variablen anbelangt auf die der Spieler Einfluss nehmen kann, so handelt es sich dabei um Dinge, die gegenwärtig noch auf unserer Liste der Spielelemente stehen über die wir noch nicht hundertprozentig entschieden haben."
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+ 02.01.2003 MK

