IMGROLD597Nicht weniger als vier neue Straßenrennspiele werden im dritten und vierten Quartal 2004 die Rennspiele-Anhänger unter den Gamern bei der Kaufentscheidung vor die Qual der Wahl stellen. Einer dieser Titel ist Juiced.
Nachdem Produktmanager Stephen Powell im Februar in einem Interview darüber Auskunft gab welche Schwerpunkte sich juice games bei der Entwicklung gesetzt hat, und ausführte wodurch sich Juiced von den Konkurrenztiteln abheben soll, hat nun Colin Bell, Geschäftsführer und Mitgründer von juice games, in einem Interview mit unseren englischsprachigen Kollegen von '3DAvenue' weitere Informationen zum ersten Spiel des britischen Entwicklers gegeben und erklärt, dass die Veröffentlichung der Konsolenversionen nach derzeitigem Stand zum angekündigten Termin erfolgen wird.
Frage: "In Juiced werden eine Reihe lizenzierter Autos bekannter Automarken zur Verfügung stehen die allesamt über ein Schadensmodell verfügen. Mussten bei der Spielentwicklung irgendwelche Kompromisse eingegangen werden, um die Autohersteller zufrieden zu stellen und welche Art von Beschädigungen (z.B. wegfliegende Karosserieteile oder einfach nur Beulen und zerbrochene Fensterscheiben) wird es im Spiel letztendlich geben?"
Stephen Powell: "Das in Juiced verwendete Schadensmodell simuliert Schäden am Fahrzeug auf realistische Weise und wurde von allen Herstellern abgenommen, aber wenn man 50.000 US-Dollar ausgibt, um seinem Auto fantastische Leistungswerte und eine atemberaubende Optik zu verleihen, denkt man für gewöhnlich nicht daran es zu zerkratzen und zu beschädigen. In Juiced sind die kosmetischen Beschädigungen sehr visuell und dynamisch und abhängig von der Schwere der Zwischenfälle. Im Klartext heißt das, dass man nie zwei Mal hintereinander die selbe Beschädigung sehen wird. Wenn man aber das Auto eines Gegners beschädigt wird dies mit einem Verlust von Respekt bestraft, was sich wiederum auf den Spielverlauf und nachteilig auf das eigene Bankkonto auswirkt."
Frage: "Juiced soll 7,2 Billionen Kombinationen an Veränderungsmöglichkeiten bei den Autos bieten. Da stellt sich die Frage, wie stark sich das Modding auf das eigentliche Spiel auswirkt. Soll dadurch der Einstieg in das Spiel erleichtert werden?"
Stephen Powell: "Es stimmt, dass Juiced extrem viel Spielraum bietet was die Modifikationen anbelangt. Die Angabe 7,2 Billionen bezieht sich zudem nur auf die optischen
Möglichkeiten, denn die Tuning-Optionen der inneren Werte eines Autos, wie Bremsen, Lufteinlässe, Motor, Getriebe, Aufhängung und so weiter, sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Das Spiel verfügt darüber hinaus aber über ein leistungsfähiges Physikmodell das die Abnutzung an jedem einzelnen Reifen detailliert simuliert und berücksichtigt detailliert die Anpassung von Leistung und Handhabung. Jedes Fahrzeug verfügt über die korrekten Leistungswerte was den Schwerpunkt, die PS-Anzahl, Drehmoment, Lenkungsgeometrie, Aufhängungs- und Bremseneinstellungen sowie cw-Wert und Getriebeübersetzung betrifft. Wie sich die einzelnen Modifikationen auswirken kann man auf der "Rolling Road" prüfen und die dort gewonnenen Werte mit denen anderer Teile vergleichen."
Frage: "Welche Spielmodi darf man erwarten in Juiced zu finden und wird das Spiel reale oder fiktionale Straßenrennkurse enthalten?"
Stephen Powell: "Vielfalt ist die Eigenschaft von Juiced die dafür sorgen wird, dass jeder der das Spiel kauft es auch für einige Zeit genießen wird. Man kann zum Beispiel selber wählen welche Richtung man im Karrieremodus einschlägt. Es ist möglich sich auf die Straßenrennen zu konzentrieren und sich so mit dem ausgewählten und modifizierten eigenem Auto vertraut zu machen und dabei Geld und hoffentlich auch Respekt zu gewinnen. Die Sprintrennen stellen eine alternative Herausforderung dar - sowohl für den Fahrer als auch für das Auto. Zudem sei erwähnt, dass sich die Sprintstrecken innerhalb der acht verschiedenen Umgebungen in Angel City stark voneinander unterscheiden. Der Show-off-Modus ist eine weitere Möglichkeit sein Können zu beweisen. Nachdem man die Tutorials angesehen hat, ist es an der Zeit sich mit Kombinationen aus J-Turns, Donuts und 360s gewaltigen Respekt zu verschaffen. Getoppt wird das vom taktischen Fahren im Team und man sollte hier bereit sein es mit den Teamführern aufzunehmen, denn beim Pink-Slip Racing ist das eigene Auto der Wetteinsatz. Dadurch gewinnt das Ganze noch einmal an Spannung. Pink Slips können Sprint-, Punkt-zu-Punkt- oder Rundstreckenrennen sein. Jeder Teamführer wartet mit drei verschiedenen Herausforderungen auf den Spieler, der diese bestehen muss um maximalen Respekt zu erhalten. Die Herausforderungen reichen dabei vom Herausfahren einer bestimmten Rundenzeit bis hin zu der Vorgabe eine Runde zu absolvieren ohne dabei unter eine bestimmte Geschwindigkeit zu kommen."
Frage: "Was wird das eigentliche Spielziel sein?"
Stephen Powell: "Das Ziel besteht darin sich den maximalen Respekt von jedem Teamführer zu verdienen. Jeder Teamführer respektiert andere Dinge, sodass man möglicher Weise in allem gut sein muss, um das Spiel zu Ende spielen zu können."

Zoom Frage: "Abgesehen vom Online-Modus und wie dieser auf den verschiedenen Systemen umgesetzt wird, wird es noch andere Unterschiede zwischen der Version für die Xbox und die PS2 geben und welche grafischen Effekte werden auf beiden Konsolen geboten?"
Stephen Powell: "Auf der Xbox ist Anti-Aliasing gar keine Frage, doch auf der PS2 ist das schon ein viel schwierigeres Unterfangen, denn wir haben nur halb so viel Speicher zur Verfügung. Wenn man aber beide Versionen direkt nebeneinander sieht, so fällt einem kein großer Unterschied auf. Wir haben bei der Entwicklung darauf geachtet beide Versionen so identisch wie möglich zu realisieren und die individuellen Stärken jeder Plattform bestmöglich zu nutzen. Environment Mapping auf den Autos und bei den Gebäuden, sowie Reflektionen auf nassen Straßen und Pfützen werden sowohl auf der Xbox als auch auf der PS2 geboten."
Frage: "Angesichts demnächst erscheinender Simulationen wie Forza Motorsport und Gran Turismo 4, die reale Autos inklusive korrekter Fahrphysik und in einigen Fällen auch Anpassungen bieten, für wen ist Juiced gedacht?"
Stephen Powell: "Juiced ist für alle gemacht die gute Rennspiele mögen. Wir haben ja nicht nur versucht die mechanische Seite des Autofahrens zu simulieren sondern simulieren das komplette Rennerlebnis. Dadurch erschließt sich eine ganz neue Dimension was das Spielvergnügen betrifft, denn plötzlich ist man einfach auf der Uhr nicht mehr schnell genug. In manchen Rennspielen kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass die AI-Fahrzeuge nur ein Indikator für die erfahrbaren besten Rundenzeiten sind. Andere Spiele haben hingegen die Oberfläche des Modding-Genres angekratzt und die Leute haben es wirklich gemocht. Juiced bietet wirkliche Tiefe und kein anderes Spiel wird dem Rennerlebnis nahe kommen das man erleben wird wenn man Juiced spielt."
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+ 15.07.2004 MK

