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Barrichello siegt - Schumi Weltmeister

Totaler Triumph für die Scuderia in Japan, man holt sich beide Titel der Formel 1.

IMGROLD272Kurz vor dem Start zum entscheidenden Grand Prix der Saison 2003 hatte es noch leicht geregnet und die Strecke war dementsprechend zu Beginn des Rennens noch leicht feucht. Dennoch starteten alle Piloten auf den Trockenreifen, denn an keiner Stelle der Strecke war es noch richtig feucht.

Übrigens war bereits vor dem Beginn des Rennens in Japan klar, dass wir heute einen Rekordweltmeister erleben würden, entweder würde sich Michael Schumacher als Erster den 6. Titel sichern können, oder Kimi Raikkönen würde jüngster Champion aller Zeiten werden.

Aber sehen wir uns an, wie sich das ganze letztlich entwickelte, wie sich Schumi den historischen sechsten Titel sichern konnte, blicken wir auf die Teams:

Seinen siebten Grand-Prix-Sieg konnte sich heute Rubens Barrichello sichern, der von der Pole-Position aus ins Rennen gegangen war. Einzig sein Freund Juan-Pablo Montoya hätte ihm diesen Sieg heute streitig machen können, doch der musste seinen Boliden vorzeitig abstellen. Ein Rennen mit viel Herzklopfen hatte heute Michael Schumacher zu überstehen, denn einige Konkurrenten schienen heute der Meinung zu sein, die WM mitentscheiden zu müssen. Da wäre zuerst einmal Ralf Schumacher, der seinen Bruder heute zweimal ins Visier genommen hatte, speziell aber Takuma Sato sorgte für einen unfreiwilligen Boxenstopp für Schumacher, als er ihn bei einem Überholmanöver die Türe zuwarf und den Frontflügel abriss. Dennoch geht das ganze wohl auf die Kappe des Kerpeners, der etwas optimistisch überholen wollte und dies mit einem 18,1-Sekunden-Boxenstopp bezahlte. AM Ende aber reichte ihm ein verhaltenes Rennen und Platz Acht zum Titel, speziell nach dem Sieg von Barrichello, der ohnehin alles klarmachte.

Platz zwei und drei für McLaren-Mercedes, an sich ein gutes Ergebnis, Freude dürfte bei den Silbernen trotzdem keine aufkommen. Kimi Raikkönen, der eigentlich in keiner Phase des Rennens so aussah, als ob er um den Sieg mitkämpfen konnte, als Zweiter und der heute deutlich stärkere David Coulthard als Dritter konnten bis zur letzten Runde nur auf einen Doppelausfall der Ferraris hoffen, denn wie gesagt, um den Sieg mitkämpfen war heute nicht drinnen. Eine Runde lang durfte sich Kimi Raikkönen wie der Weltmeister fühlen, als Barrichello seinen Boxenstopp bereits absolviert hatte und Schumacher auf Platz 16 lag – leider für den Finnen war es Runde 13 und nicht 53, als alles gepasst hätte.

Im Team von BAR-Honda wird heute ebenso wie bei Ferrari der Champagner in Strömen fließen, denn ein hervorragender Jenson Button als Vierter und Takuma Sato als Sechster brachten dem Team wichtige acht Punkte ein. Damit konnte sich das Team rund um David Richards auf den ersehnten fünften Rang in der Konstrukteursmeisterschaft vorkämpfen, der im Vergleich zum letztjährigen achten Rang wohl gute 10 Millionen Dollar zusätzlich in die Kassa spülen wird. Button kann übrigens als Champion der Formel 1b bezeichnet werden, denn er hat von den Fahrern, die keinem der großen Teams sitzen, die beste Platzierung erreicht. Endstand in dieser inoffiziellen Wertung: Button 17, Webber 17, die besseren Einzelplatzierung bringen Button diesen inoffizielle Titel.

Eine kleine Enttäuschung dürfte das heutige Rennen für Renault gewesen sein, denn der vom fünften Platz gestartete Alonso schob sich in der Anfangsphase auf den hervorragenden zweiten Rang vor, doch leider gab sein Motor in Runde 17 den Geist auf. Teamkollege Jarno Trulli wiederum fuhr ein typisches Trulli-Rennen. Brav, aber nicht grandios, was bedeutet, dass der Italiener am Ende des Tages den fünften Rang für sein Team holte. Angesichts eines möglichen Sieges eine ziemliche Ohrfeige für die Franzosen. Übrigens bezeichnete Trulli sein Rennen in einer ersten Stellungnahme als "fantastisch", woran man wieder sieht, wie sich Meinungen unterscheiden können...

Erneut Punkte gab es für Toyota in Form eines siebten Ranges für Cristiano da Matta. Der junge Brasilianer hat sich Ende seiner ersten Saison als fixe Größe in der Formel 1 etabliert und alle Zweifler, die dem CART-Champion eher mäßige Aussichten attestierten, eines besseren belehrt. Olivier Panis musste sich wieder einmal im teaminternen Duell geschlagen geben, er erreichte den 10. Rang. Auch bei Toyota dürfte heute gefeiert werden, denn die Konzernzentrale hatte heuer vom Team 15 Punkte gefordert und die Marke wurde mit 16 knapp, aber doch übertroffen.

Ab dem neunten Rang beginnt bekanntlich das Reich der Finsternis, die punktelosen Platzierungen. Diesen traurigen neunten Platz holte sich heute der noch immer für 2004 teamlose Nick Heidfeld, der einen besseren Platz bereits in der ersten Runde vergab, als er sich mit Justin Wilson anlegte und in den Dreck neben der Strecke musste und vom letzten Platz aus angreifen musste. Sein möglicherweise letztes Formel-1-Rennen musste Heinz-Harald Frentzen bereits in der neunten Runde nach einem Motorschaden beenden. Eine Runde zuvor war sich HHF mit Ralf Schumacher ins Gehege gekommen, die leichte Berührung hatte aber keinen Einfluss auf den folgenden Ausfall.

Ein eher schwaches Rennen lieferte heute Mark Webber ab, er konnte in keinem Moment an die tollen Leistungen der bisherigen Saison anschließen und musste am Ende mit dem enttäuschenden 11. Rang zufrieden sein. Damit hat er auch im letzten Rennen den Titel in der Formel 1b vergeben, denn er fiel bei Punktegleichheit hinter Button zurück. Sein – nach Meinung des Autors – überschätzter Teamkollege Justin Wilson, kam als 13. ins Ziel und dürfte heute wohl seinen Abschied aus der Formel 1 zelebriert haben.

Der heutige Preis Pistenrambo des Tages darf mit großem Vorsprung an Ralf Schumacher verliehen werden. Der aus der letzten Reihe gestartete BMW-Williams-Pilot hätte nach einem Überholversuch bereits ganz zu Rennbeginn fast seinen Bruder abgeschossen, dreht sich und fiel auf den letzten Platz zurück. In Runde Acht duellierte er sich mit Frentzen und, berührte diesen leicht und konnte einen weiteren Dreher nur ganz knapp vermeiden. Rund 10 Runden vor Schluss schien Ralle dann wieder der Mut gepackt zu haben und wieder einmal drehte er sich nach einem missglückten Überholmanöver von der Strecke und musste sich eine neue Nase abholen. Würde man den Wahl-Salzburger nicht schon länger und von seiner sonst so beherrschten Art kennen, dann könnte man nur den Kopf schütteln. Juan-Pablo Montoya hatte nach einer hervorragenden Startphase - er lag einige Runden in Führung, nachdem er Barrichello in der Spoon-Kurve eiskalt überholt hatte – viel Pech und schied wegen fehlendem Hydraulikdruck aus.

Aber auch bei Jordan-Honda darf man mit dem heutigen Rennen nicht zufrieden sein, denn Ralph Firman sah man immer nur wenn er überrundet wurde. Firman, dessen Zukunft in der Formel 1 ebenfalls noch sehr, sehr unsicher ist, beendete seinen möglicherweise letzten Grand Prix auf Rang 14 und konnte nur die Minardis hinter sich lassen. Giancarlo Fisichella schied wegen einem mehr als ärgerlichen Defekt aus, ihm war schlicht und ergreifend der Sprit ausgegangen. Bei Jordan kann man nur die Ärmel hochkrempeln, die Saison 2003 vergessen und am Auto für 2004 arbeiten.

Wieder einmal am Ende unserer Betrachtung findet sich das Lieblingsteam des Autos, die Mannschaft von Paul Stoddart. Man könnte jetzt zynisch feststellen, dass die beiden Autos wieder nur die beiden letzen Plätze einnehmen konnte, was am heutigen Tag bedeutet dass man 15. und 16 wurde. Man könnte dem kleinsten Team der Formel 1 aber auch gratulieren, dass man mit rund einem Fünftel des Budgets der Superteams der Formel 1 ein weiteres Jahr mitmischen konnte und zudem ein sehr zuverlässiges Auto bauen konnte. Wenn Sie – liebe Leser – sich als Beispiel Nicolas Kiesa in Gedächtnis rufen, dann werden Sie feststellen, dass der junge Däne bei fünf Starts fünfmal die Zielflagge sah.

Damit endet ein spannender Grand Prix und auch die wohl beste, spannendste Formel-1-Saison seit langem mit einem verdienten Weltmeister Michael Schumacher – freuen Sie sich mit uns auf 2004.



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