IMGROLD326In früheren Formel-1-Jahren war es nicht immer der Fall, dass jeder Rennstall jedes Jahr ein neues Auto baut – wenn man an McLaren-Mercedes in 2003 denkt, offenbar auch jetzt noch nicht – deswegen wird Ferrari morgen seinen 50. Formel-1-Boliden vorstellen, mit ihm wird man die bereits 55. Formel-1-Weltmeisterschaft in Angriff nehmen.
Ob die Truppe rund um Superstar Michael Schumacher ihre Vormachtstellung ein weiteres Jahr behaupten wird können, wird in letzter Zeit von immer mehr Experten bezweifelt. Zwar hat man die Truppe prinzipiell zusammen halten können, neben beiden Piloten sind nach wie vor die Superhirne Jean Todt, Ross Brawn, Rory Byrne und eigentlich auch der Rest der Mannschaft an Bord geblieben, dennoch dürfte man an einem Manko ziemlich zu knabbern haben – nämlich den Reifen.
Wie man schon im letzten Jahr sehen konnte, sind die Bridgestone-Reifen der französischen Konkurrenz eigentlich nicht mehr gewachsen, den Weltmeistertitel bei Fahrern und Konstrukteuren verdankt man bei der Scuderia nur mehr der überragenden Leistung des Kerpeners, der sich der Michelin-Übermacht in seinem Boliden entgegenstemmen konnte.
Außerdem ist es rein statistisch gesehen längst an der Zeit, dass ein anderes Team die Herrschaft an sich reisst, denn eine derartige Dominanz gab es in der Formel 1 noch nie und man darf bezweifeln, ob es sie je wieder geben wird. Kurz zur Erinnerung, Ferrari holte in den letzten fünf Jahren neun von 10 möglichen Titeln. Fünfmal in Serie den Titel bei den Herstellern und viermal den Fahrertitel, nur 1999 musste man (bedingt durch den Unfall von Schumacher in Silverstone) Mika Häkkinen die Krone überlassen.
Aber warten wir es ab, vielleicht wird der Ferrari-F2004 wieder einmal der große Wurf...
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+ 25.01.2004 FH
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