IMGROLD243Die amerikanischen Dimensionen des Indianapolis-Motor-Speedway, seine überhöhten Kurven und die berühmte Start-/Ziellinie aus Ziegelsteinen unterscheiden ihn deutlich von anderen Strecken. Zusammen mit all den Festivitäten in der Grand-Prix-Woche wird dieses Rennen wieder einmal zu einem unvergesslichen Event werden.
Willy Rampf-Technischer Direktor:
"Zwei Hauptmerkmale machen den Indianapolis-Motor-Speedway zu einer Strecke, die mittleren bis geringen Abtrieb verlangt: die überhöhte letzte Kurve, die zusammen mit der Start-/Zielgeraden den längsten Hochgeschwindigkeitsabschnitt der Formel 1 bildet, und der enge Infield-Bereich. Für die lange Gerade benötigt man idealerweise geringen Abtrieb, hingegen viel Grip für das Infield. Eigentlich schliesst das eine das andere aus. Daher hat der einzugehende Kompromiss im Abtrieb einen erheblichen Effekt auf die Fahrzeugperformance."
"In diesem Jahr wird das noch mehr Gewicht bekommen, bedenkt man, dass gemäss dem neuen Reglement sowohl das Abschlusstraining als auch das Rennen mit ein und der selben Fahrzeugeinstellung gefahren werden muss. Ich denke, die meisten Teams werden sich für niedrigen Abtrieb entscheiden. Es ist immer sehr schwer, die Plätze im kurvenreichen Infield wieder gut zu machen, die man vorher durch geringeren Top-Speed auf der Start-/Zielgeraden verloren hat. Die enge Rechts-Links-Rechts-Kombination am Anfang verlangt sehr gute Bremsstabilität. Die Piloten können dort mehrere Linien fahren, woraus sich erstklassige Überholmöglichkeiten ergeben. Wie in Monza sind auch hier die Leistung und Zuverlässigkeit der Motoren von hoher Bedeutung. Die C-Spezifikation des Petronas-Motors lief in Italien gut und wir sind optimistisch, dass sich unsere neue Aerodynamik als wettbewerbsfähig herausstellt."
Nick Heidfeld:
"Mit Indy verbinde ich gute Erinnerungen, denn hier bin ich 2001 eines meiner besten Formel-1-Rennen gefahren. Obwohl der erste, zweite und siebte Gang ausfielen, fuhr ich mit dem C20 in die Punkte. Vom Set-up her gesehen, ist Indy keine einfache Strecke. Wenn man den Heckflügel flach stellt, um geringen Abtrieb zu erzeugen, ist man auf der langen Geraden schnell, allerdings dürfte somit das enge Infield ziemlich schwierig werden. Je nach Flügeleinstellung kann man auf der Start-/Zielgeraden bis zu 20 km/h verlieren. Daher ist die Frage nach dem richtigen Fahrzeug-Set-up so entscheidend."
"Besonders beeindruckend sind die vielen Zuschauer auf den riesigen Tribünen entlang der Start-/Zielgeraden. Solche Dimensionen sieht man in Europa nicht. Der C22 wurde durch die fortlaufenden Modifikationen besser und das lässt mich auf ein gutes Rennen hoffen."
Heinz-Harald Frentzen:
"Indianapolis ist eine besondere Strecke mit einer tollen Atmosphäre. Sie besitzt die längste Gerade aller Formel-1-Kurse. Dieser Teil des berühmten Ovalkurses ist grossartig. Das und die Verbindung mit dem engen Infield zeichnen den einmaligen Charakter dieser Strecke aus. Eine Kombination von Hochgeschwindigkeit und Tradition, gepaart mit all dem Rummel des Formel-1-Zirkus. Ich habe gute Erinnerungen an diesen Ort. 2000 hatte ich einen tollen Kampf mit Jacques Villeneuve, um ihn hinter mir zu lassen und einen Podiumsplatz zu erwischen. Aber auch abseits der Rennstrecke hat Indianapolis viel zu bieten. Ich erinnere mich besonders gern an einen witzigen Besuch des Zoos im letzten Jahr."
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+ 23.09.2003 FH

