Im dritten Quartal 2004 soll das Rennspiel FlatOut von den finnischen Programmierern des Entwicklerstudios Bugbear Entertainment, um die es zwischenzeitlich eine ganze Weile äußerst ruhig gewesen war, nun endlich erscheinen. Angesichts des nicht mehr allzu weit entfernten Veröffentlichungstermins, führten unsere englischsprachigen Kollegen von BHMotorsports mit den Entwicklern kürzlich ein Interview.
Vorweg: Großartige Neuigkeiten, sieht man von Informationen zum Multiplayer-Modus einmal ab, wurden darin nicht bekannt gegeben. Stattdessen wurde eher noch einmal betont, dass sich FlatOut im Vergleich zu anderen Rennspielen "deutlich unterscheiden" wird. Zwar legt man auch auf eine akkurate Physik großen Wert, doch im Vordergrund steht ganz eindeutig ein möglichst hoher Spielspaßfaktor. Basierend auf der bereits in Rally Trophy verwendeten Engine, die in der Zwischenzeit natürlich aufgebohrt und grundlegend erweitert wurde, soll FlatOut "ein hyperrealistischer Arcade-Titel" sein, der leicht zugänglich ist und Spaß macht. Was sich in anderen Rennspielen meist negativ auf den Rennausgang auswirkt, die Rede ist von Unfällen, stellt in FlatOut so etwas wie das Grundelement des Spiels dar. Crashs mit 150 Stundenkilometer bedeuten deshalb auch nicht gleich das Ende eines Rennens.
Austoben dürfen wird man sich auf einer vielfältigen Mischung an Strecken. So wird es Stadtkurse und Asphaltstecken genauso geben wie einige Rallye-Pisten und spezielle Strecken die in verschiedenen Minispielen zu finden sein werden. Besonders als spektakulär empfundene Kollisionen wird man über eine Replay-Funktion immer und immer wieder bestaunen können - eben bis einen die Lust packt ein neues Spiel zu starten. Genau hier kommen die sich möglichst realistisch verhaltenen Computergegner ins Spiel. Bugbear Entertainment konzentriert sich nämlich nicht nur auf ein aggressives und persönliches Verhalten der Computergegner, sondern auch darauf, dass deren Reaktionen ausgewogen sind. So wird ein einmal in Führung gegangener Computerfahrer mit der Zeit einige Fehler machen, was allen anderen Fahrern die Möglichkeit geben soll wieder aufzuholen. Auf diese Art und Weise verleiht man der AI einen persönlichen Charakter.

Zoom Als Fahrzeuge stehen eine Reihe europäischer und amerikanischer Autos zur Verfügung die hinsichtlich Aussehen und Leistung ein breites Spektrum abdecken. In einer Werkstatt wird man die Möglichkeit haben das eigene Vehikel reparieren, tunen oder aufrüsten zu lassen. Besonders interessant: Der Karrieremodus und die Minispiele sind für den Spieler jederzeit anwählbar, sodass immer die Möglichkeit gegeben ist Geld zum Aufrüsten oder Kauf eines neuen Autos zu verdienen.
Alle PC- und Xbox-Besitzer dürfen sich zudem auf den Multiplayer-Modus freuen, der es bis zu acht Leuten ermöglichen wird gegeneinander anzutreten - auf der PS2 werden per Splitscreen immerhin vier Spieler gleichzeitig unterstützt. FlatOut selbst wird wie damals Rally Trophy mit einer Schnellstartoption ausgerüstet, um so den Zugang zum Spiel zu erleichtern. Der soll grundsätzlich aber ohnehin problemlos ausfallen, denn man zielt ja hauptsächlich darauf ab den Käufern eine gute Zeit mit FlatOut zu bescheren.
Aus diesem Grund wollte man sich auch noch nicht dazu äußern ob es die Möglichkeit geben wird auch das Setup des eigenen Autos anzupassen. Wie gut sich FlatOut tatsächlich spielt, darf aber ohnehin jeder Rennspieler vor dem Erscheinungstermin selbst herausfinden, denn eine Demo-Version ist laut Bugbear Entertainment fest vorgesehen.
-
+ 29.02.2004 MK

