IMGROLD250Wie soeben bekannt wurde, hat sich das Team rund um David Richards entschlossen, im nächsten Jahr den Reifenausrüster zu wechseln und wird somit 2004 auf Michelin in den Kampf um die WM eingreifen. Der Reifenhersteller bezeichnet die Anfrage von BAR-Honda als große Ehre und Auszeichnung, denn dies zeige das große Vertrauen in die Produkte von Michelin.
Der Vorstandsvorsitzende Edouard Michelin drückte es so aus: "Es ist für sehr zufriedenstellend, dass sich BAR-Honda an uns gewandt hat, um in der kommenden Saison die gesteckten Ziele zu erreichen. Wie schon viele andere große Namen zeigt sich auch das Team von BAR-Honda somit von der Leistungsfähigkeit unserer Reifen überzeugt."
Zurzeit ist man Michelin damit beschäftigt, die genauen Anforderungen zu überprüfen um dem Neuankömmling in der Michelin-Familie die bestmöglichen Bedingungen zu bieten. Die offizielle Antwort von Michelin steht zwar noch aus, aber angesichts der offensichtlich hoch erfreuten Antwort von Edouard Michelin handelt es sich dabei nur um einen reinen Formalakt.
Übrigens findet sich in den Sporting Regulations der F.I.A. im § (Paragraph) 76b die eindeutige Regelung, dass jeder Hersteller in der Lage sein muss, 60 % des Starterfeldes mit Reifen auszustatten, was also bedeutet, dass man sechs Teams beliefern können muss.
Zurzeit rüstet Michelin neben den Teams von BMW-Williams und McLaren-Mercedes auch noch Renault, Jaguar-Cosworth und Toyota aus. Mit dem Wechsel von BAR-Honda zu den Franzosen dürfte die Formel 1 2004 endgültig auf die Seite von Michelin kippen. Das einzig verbliebene Zugpferd im Stall der Japaner ist dann wohl die Supertruppe Ferrari, die sich 2004 gemeinsam mit Sauber-Petronas, Jordan-Ford und Minardi-Cosworth einer – betreffend der Gesamtpunktezahl am Jahresende – unbesiegbaren Streitmacht gegenüber sehen wird.
-
+ 11.10.2003 FH

